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Studentenleben in Neuseeland

  -   4. August 2015
Quelle: Madeleine Hüttner

Mittlerweile hat mich der Alltag hier eingeholt und ich nehme regelmäßig an meinen Vorlesungen teil. Ich habe hier zwei Tourismus Kurse: Tourism Product Development und Cultural and Heritage Tourism, sowie zwei neuseelandspezifische Kurse in Maori: Maori Society und Communicational Maori gewählt. Die Tourismus Kurse können ganz gut mit den deutschen der EMS mithalten, denn diese Kursen werden von 15 bis 30 Studenten besucht, was sehr wenig für so eine Uni mit 20.000 Studenten ist. Meine Maori Kurse sehen da schon anders aus, 100 in dem einen und 750 Studenten in dem anderen. Der Anspruch hier ist sehr hoch und man muss sehr viel während des Semesters arbeiten, so habe ich insgesamt 24 Prüfungen. Darunter sind allerdings auch kleine Tests und Ausschnitte aus den Vorbereitungen der Hausarbeiten.

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Quelle: Madeleine Hüttner

Insgesamt habe ich nur drei Tage Uni in der Woche, aber dank dem kostenlosen Sportangebot auf dem Campus, habe ich trotzdem immer etwas zu tun.
Und natürlich bleibt so auch noch Zeit für Ausflüge an langen Wochenenden. Ich war zum Beispiel schon im naheliegenden Naturschutzgebiet Otago Peninsula und in der Orokunui Vogelanlage, in der einige seltene Vögel leben. Aber am besten gefällt mir hier das soziale Engagement der Kiwis. Denn dadurch hatten wir z. B. die Möglichkeit für kleine Geckos Höhlen zu bauen — dafür wurden wir abgeholt und auch wieder heimgebracht — das war für mich eine super Gelegenheit in die Natur zu kommen und das sogar kostenlos!

Kosten sind hier in Neuseeland so eine Sache, denn die Lebenshaltungskosten sind hier sehr hoch. So liegt der Preis für das größte Glas Nutella bei 12€ und für eine Currywurst mit Pommes bei 20€. Deshalb bin ich sehr froh, dass ich die Vollverpflegung im Wohnheim, der Selbstverpflegung vorgezogen habe.
Natürlich gibt es hier auch Dinge, die günstiger sind als bei uns, zum Beispiel Kino für 6€ oder zwei riesige Kugeln Eis für 1,20€. Aber ok, so gibt es dann halt weniger Nutella und Currywurst, dafür aber mehr Ausflüge ins Kino und Eis.
Wobei das mit dem Eis durchaus interessant ist, denn während die Eisdielen in Deutschland im Winter zu haben, hat man das Gefühl, dass im neuseeländischen Winter, Hochsaison für Eisdielen ist.

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Quelle: Madeleine Hüttner

Wer im Juni das warme Deutschland verlässt und nach Neuseeland fliegt, landet genau auf die andere Seite der Welt. Das bedeutet, während in Deutschland Sommer ist, weilt hier der Winter. Der Winter in Dunedin ist nicht der gleiche Winter wie wir ihn kennen, denn die Stadt liegt direkt am Meer. Es gibt eine Menge Regen und sehr viel Wind bei durchschnittlichen Temperaturen von 6°C. Nach einer sehr kalten Nacht liegt dann auch mal Schnee auf den Bergen und mit viel Pech auch in der Stadt — und diese ist mit Schnee total überfordert und so ist mal schnell das gesamte Verkehrsnetz lahm gelegt und alle Vorlesungen fallen aus.

An jeden der zwischen Juni und August nach Neuseeland kommen möchte: Unbedingt dicke Kleidung, Schal, Mütze, Handschuhe und wasserdichte Schuhe mitbringen!

Abgesehen davon, ist es das Land wert zu frieren, dank der Natur und der super gastfreundlichen Kiwis, im September kommt dann auch irgendwann der Frühling…

Wer hat's geschrieben?

Madeleine Hüttner

Madeleine Hüttner studiert an der European Management School in Mainz International Culture and Management. Sie absolviert ein Auslandssemester in Neuseeland und berichtet uns von ihren Eindrücken und Erfahrungen.

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