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„Schönes Wetter, oder?“- Die Kunst des Smalltalks

  -   23. März 2016
Quelle: geralt/pixabay.de

Der Smalltalk. Für manche der Schlüssel zu neuen Kontakten, für andere einfach nur unangenehm. Smalltalk gibt es überall: Sei es im Büro oder in der Uni, auf Straßen oder in Geschäften, auf Partys oder im Urlaub, mit Fremden oder mit Bekannten. Und egal in welchem Alter man ist oder in welcher Position man sich befindet, wir haben es alle schon einmal erlebt: Den Unmut fremde Menschen anzuplaudern, die Angst vor „peinlicher Stille“ oder die vergebliche Suche nach Gesprächsthemen. Auch wenn der Smalltalk eigentlich nur eine belanglose Konversation ist, macht er oftmals den ersten Eindruck aus und entscheidet über den weiteren Gesprächsablauf. Allerdings kann die Chance, durch Smalltalk eine positive Wirkung auf sein Gegenüber auszustrahlen, genauso leicht genutzt wie verspielt werden. Mit diesen kleinen Tipps geht beim nächsten Aufeinandertreffen mit potenziellen Smalltalk- Partnern sicher nichts mehr schief.

In unserem globalisierten Alltag führen wir viel häufiger Smalltalk als dass wir uns bewusst sind. Kurze Gespräche auf Whatsapp oder Facebook gehören für die Meisten von uns zur Routine. Doch wieso ist ein Gespräch über Social Media so viel einfacher als in der Realität? Die Antwort ist leicht. Zunächst wird einem die Entscheidung, auf das Gespräch einzugehen, freigestellt und auch der Ausgang aus einer unangenehmen Situation leicht gemacht. Die typische „Aufzugsituation“ gestaltet sich da jedoch um einiges schwerer. Soll man ein Gespräch beginnen? Was soll man sagen? Wie entkomme ich am schnellsten der Peinlichkeit? So schwer kann das doch nicht sein. Schließlich haben es Oma und Opa damals doch auch geschafft. Selbstverständlich gibt es auch heute Menschen, die aufgeschlossener, mutiger und redefreudiger sind, als Andere. Beim Smalltalk treffen die unterschiedlichsten Typen aufeinander. Es gibt die Interessierten, die Schüchternen, die Lustigen oder die Selbstdarsteller. Doch egal welcher Typ man ist: diese Regeln sollte man beachten.

Einmal lächeln, bitte

Taten sprechen deutlicher als Worte und ein Lächeln will sagen: „Ich mag dich und freue mich, dich zu sehen“. Es kostet nichts und bewirkt dennoch eine positive und freundliche Atmosphäre. Professor James V. McConnell, ein Psychologe an der Universität Michigan, betont: „Menschen, die lächeln, haben als Manager, Lehrer und Verkäufer meist mehr Erfolg“. Nutzen Sie dieses Wissen.

Der erste Satz

Aller Anfang ist schwer und meist ist es die Überwindung, jemanden anzuquatschen, die den Menschen am meisten Angst macht. Wir müssen den Gedanken loslassen, dass Smalltalk anstrengend und zweckgebunden ist. Entspannen Sie sich, es ist nur ein Gespräch. Sprechen Sie über Belangloses, wie über den Anlass des Treffens, den gemeinsamen Gastgeber, die Musik oder das Essen. Und ja, wieso nicht auch über das Wetter. Versuchen Sie dabei möglichst positive Wörter zu benutzen um ein angenehmes Umfeld zu erzeugen. Zusammen meckern kann lustig sein, aber keiner mag anstrengende Miesepeter.

Ach ja? Das ist ja interessant.

Studien fanden heraus, dass die meisten Menschen das Gefühl haben, ein gutes Gespräch geführt zu haben, wenn ihr Redeanteil der Größere war. Stellen Sie ihrem Gegenüber also viele- bestenfalls offene- Fragen und gehen Sie interessiert auf seine Antworten ein. Oftmals versuchen wir uns beim Smalltalk nur selbst möglichst gut zu präsentieren, um einen guten Eindruck zu machen. „Der Mensch, der sich für seine Mitmenschen nicht interessiert, hat im Leben die meisten Schwierigkeiten und fügt anderen am meisten Schaden zu. Solche Menschen sind die Ursache allen menschlichen Elends“, schrieb der Psychologe Alfred Adler einst. Im Zeitalter der Selbstdarstellung- seien sie selbstlos.

Finden sie Gemeinsamkeiten

Klar, zuhören ist wichtig, aber durch Gemeinsamkeiten entsteht wahre Sympathie. Erfragen Sie Interessen oder Hobbys. In irgendetwas ähnelt man sich immer und sei es nur der gemeinsame Anlass, der Sie zusammengeführt hat. Das Wichtige dabei: Bleiben Sie authentisch. Heuchler fliegen meist auf.

Ups, wie peinlich…

Meiden Sie, sofern Sie ihr Gegenüber noch nicht lange kennen, Themen wie Politik, Religion, Gerüchte oder persönliche Probleme. Und lästern Sie bloß nicht. Natürlich kann es passieren, dass ihr Gesprächspartner dieselbe Meinung über die aktuelle Flüchtlingsdebatte hat oder die größte Tratschtante der Party ist- das können Sie allerdings nicht einschätzen. Sprechen Sie Themen wie diese einfach nicht an und umgehen Sie Fragen dieser Thematik neutral, um gar nicht erst in Fettnäpfchen zu treten.

Üben, üben, üben

Das gute am Smalltalk: er lässt sich üben. Sie sind ein eher introvertierter Mensch und machen in der Regel nicht den ersten Schritt? Üben Sie es in jeder Situation, die sich Ihnen bietet. In der Bahn, in der Uni, auf der Arbeit, in langen Warteschlangen. Anfangs werden Sie sich bestimmt komisch vorkommen, doch je mehr Sie ihr Selbstbewusstsein trainieren, desto leichter fällt Ihnen Smalltalk in wirklich wichtigen Situationen.

Viel Glück dabei!

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Gastautor

Dieser Artikel wurde von einem Gastautor verfasst. Die Gastautoren des Mainzer Manager zeichnen sich durch ihre besondere Fachexpertise aus. Sie sind Experten auf ihrem Gebiet und stehen in regelmäßigem Austausch mit anderen Fachexperten. Weitere Details über den Autor erfahren Sie in der Informationsbox unterhalb des Textes.

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