Jakarta? YES!

  -   17. Oktober 2018

Das Auslandssemester ist für viele eine Zeit, die sie für den Rest ihres Lebens nicht vergessen werden. Doch wie wählt man das Land, welches man ein halbes Jahr lang sein Zuhause nennen wird? Ich persönlich habe mich für Jakarta und damit Indonesien entschieden und ich habe es keine einzige Sekunde lang bereut.
Wie ich mich entschieden, vorbereitet und meine Zeit verbracht habe – verrate ich Euch jetzt!


Die Qual der Wahl

Meine Reise für das Auslandssemester begann schon im Sommer 2017 mit der Wahl des endgültigen Reiseziels.
Nach der Evaluierung von über 100 weltweit stationierten Partnerhochschulen der European Management School konnte ich meine Auswahl auf drei Länder eingrenzen. Da ich nach einer neuen Herausforderung für mich gesucht habe, stand eine Partnerhochschule in Europa nicht zur Auswahl, stattdessen habe ich meinen Fokus auf die Länder ThailandBrasilien und Indonesien gelegt. Letztendlich habe ich mich aufgrund der Qualität der Universität, der Möglichkeit zum endlosen Reisen und dem Interesse an der kulturellen Vielfalt, Diversität und Natur für Indonesien entschieden.


GoodBye Germany

Für mich war von Anfang an klar, dass das Reisen neben dem Studieren auch eine wichtige Rolle spielt. Deswegen ging es für mich am 01.02.2018 los nach Moskau, Hongkong, Macau und Kuala Lumpur. Am 10.02.2018 war es dann soweit und ich landete neugierig und voller Vorfreude am Soekarno-Hatta Airport in Jakarta, Indonesien, wo ich von meinen I-Buddy (Lokaler Student der Internationalen Studenten aushilft) abgeholt wurde.
Dies war der Anfang einer wunderbaren Erfahrung.


Leben in einer fremden Kultur                                             

Ich bin noch nie zuvor in Asien gewesen und ich habe mich schon im Voraus darauf gefasst gemacht, deutliche kulturelle Unterschiede kennenzulernen. Ich bin davon ausgegangen, dass es mir sehr schwerfällt mich, nach allem was ich aus Europa kannte, auf das Leben in Indonesien einzustellen. Allerdings fiel mir das Ganze dann doch leichter als gedacht. Dank meines I-Buddys, konnte ich mich sehr schnell anpassen. Ungewohntes, wie zum Beispiel das Essen mit den Händen oder die Nutzung der Toiletten ohne Toilettenpapier (Dafür gibt es sogenannte Waterjets) wurde für uns Internationale Studenten schnell zum Alltag.
Auch an den Linksverkehr, das hohe Verkehrsaufkommen und das tägliche Nutzen von Motorrad Taxis gewöhnt man sich sehr schnell. In muslimischen Ländern wie Indonesien ist es deutlich schwieriger an Alkohol zu kommen, als man das vielleicht aus Deutschland gewöhnt ist. Wenn man etwas trinken möchte muss man in eine Bar gehen und dort ist es dann natürlich vergleichsweise auch teurer. Das Preisniveau im Allgemeinen ist in Asien jedoch sehr niedrig. Mit 10 € am Tag kann man dort schon sehr gut durchs Leben kommen. Das macht das Reisen natürlich auch sehr angenehm, wenn man für 15 € die Nacht schon ein ziemlich gutes Hotel buchen kann.
Jakarta ist eine riesige Stadt, weshalb es dort keine Innenstadt gibt, so wie wir es kennen. Mehrere Malls, die teilweise eher kleinen Freizeitparks ähneln (Ja, es gibt dort Achterbahnen in den Einkaufszentren), schützen die Einwohner entweder vor der Hitze und dem Smog oder in der Regenzeit vor dem Regen.
Aber zum Thema Regenzeit: Es ist nicht so schlimm wie manche es sich vorstellen. Nein, es regnet nicht den ganzen Tag !
Normalerweise kommt ein Monsun auf (den man durch starken Wind erkennt) und dieser hält dann für ein bis zwei Stunden mit starkem Regen an.
Da sich das Leben in Jarkata meistens jedoch sowieso in den Häusern abspielt, ist man davon nur betroffen, wenn man gerade auf dem Motorrad Taxi sitzt (deshalb besser auf ein normales Taxi umsteigen).
Letztendlich muss noch erwähnt werden, dass der Großteil der Einwohner in Jakarta kein Englisch spricht. Die Bevölkerung ist jedoch sehr freundlich und hilfsbereit, so dass die Kommunikation auch ohne jegliche asiatische Sprachkenntnisse gut funktioniert.

Studieren in Indonesien

Studieren an der BINUS University Jakarta unterscheidet sich deutlich vom Studieren an der EMS Mainz. Alles ist ein wenig größer und es wird weniger Wert auf die Einbindung der Studenten gelegt, was ich hier jedoch gar nicht als negativ ansehen würde, da der Unterricht trotzdem sehr spannend gestaltet wurde. Außerdem waren die Dozenten sehr hilfsbereit, freundlich und konnten immer interessanten Input bieten, da viele von ihnen von eigenen unternehmerische Erfahrungen berichten konnten.
Mit meinem Vorlesungsplan hatte ich sehr viel Glück, da ich mir meine Vorlesungen so legen konnte, dass ich die Uni nur von Montag bis Donnerstag besuchen musste und damit jedes Wochenende den Kontinent und die asiatische Kultur erkunden konnte. Allerdings muss ich ganz klar sagen, dass das Auslandssemester nicht nur aus Reisen besteht, da sich die Endnoten aus den mündlichen Noten und zwei Klausurphasen (Mid-Term & Final-Exams) zusammensetzen und man dafür definitiv lernen muss .

Zu Beginn habe ich auch auf dem BINUS Square – Hall of Residence gewohnt. Der Wohncampus besteht aus vier Wohnhäusern und man hat dort Zugang zu einem großen Pool, Billard- und Tischtennistischen, Fußball- und Basketballplätzen sowie einem 24h Mini Shop, einer Druckerei, einer Wäscherei, einem Lernbereich, einer Kantine und einem Cafe – man hat dort also alles was man braucht. Auch wenn ich nicht während meines kompletten Semesters dort gewohnt habe, kann ich jedem empfehlen mindestens einen Monat dort zu verbringen, da man dort viele Locals und Internationals kennenlernt, was es einem einfacher macht sich an das Studentenleben zu gewöhnen.


Endloses Reisen

Wie schon erwähnt war mir das Reisen während meines Auslandssemesters sehr wichtig. Mein Ziel war es von Anfang an mindestens jedes zweite Wochenende neue Teile Asiens zu erkunden – was ich auch geschafft habe. Da die Flugtickets mit AirAsia, LionAir und co. sehr günstig sind, war das auch nie ein wirklich großes Problem. Insgesamt habe ich in diesen sechs Monaten neun Länder sowie deren jeweilige Hauptstädte besucht. Summiert komme ich auf fast 45.000 Flugkilometer und mehrere hundert Fahrtkilometer.

In Asien gibt es eine Vielzahl an wunderschönen Stränden, Korallenriffe, Tempel, Vulkane, Berge….und vieles mehr.  Besucht wunderschöne Orte wie z.B. die Philippinen und schaut euch auf jeden Fall die atemberaubende Natur von Indonesien an! Macht einen Ausflug zu den vielen Vulkanen in Mount Bromo, schaut euch den weltgrößten Buddhistischen Tempel in Yogyakarta an, geht in den Dschungel von Sumatra oder Borneo oder legt euch einfach an den Strand in Bali! Es gibt mehr als genug zu erkunden. Um alles Bedeutsame zu sehen bräuchte man jedoch definitiv mehr als nur ein Semester. Wichtig also: Von Anfang an Reiseprioritäten setzten!


Nützliche Tipps

Letztendlich kann man sagen, dass Jakarta eine turbulente Stadt mit über 10 Millionen Einwohnern ist und dass das Leben dadurch auch nicht immer das einfachste ist. Dennoch habe ich jeden Moment meiner Zeit in Indonesien genossen und ich würde jedem empfehlen, die Chance eines Auslandssemesters zu nutzen (insbesondere in Jarkata). Es zählt für mich als eine große Erfahrung und die beste Zeit meines Lebens.
Für mich persönlich war die Entscheidung für Indonesien, die beste, die ich hätte treffen können und für alle die ebenfalls an diesem Land interessiert sind, habe ich noch ein paar Tipps:


Worum muss ich mich vor meiner Abreise kümmern?

  • Visum (Indonesisches Konsulat, Frankfurt)
  • Flugtickets
  • Internationale Krankenversicherung
  • Internationaler Bankaccount
  • Registrierung beim ELEFAND (Auswärtiges Amt)
  • Impfungen für Asien


Was sollte ich unbedingt bei meiner Reise dabei haben?

  • Großer Koffer
  • Backpack
  • Regenschirm
  • Internationaler Führerschein
  • Impfausweis
  • Im Ausland nutzbare Kreditkarte
  • Auslandskrankenversicherung
  • Tropisches Mosquito Spray
  • Sonnencreme


Trau dich! 

Wieso nicht mal was anderes? Indonesien ist ein wunderschönes Land mit tollem Klima, tollen Leuten und einer tollen Atmosphäre. Es ist ein empfehlenswertes Abenteuer, das für immer in Erinnerung bleibt. Mein Traum, in Indonesien zu leben, ist wahr geworden und ich würde es definitiv immer wieder machen! Jakarta ist eine Stadt mit ihrem ganz eigenen Flair, in den man sich schnell verlieben kann.
Falls du weitere Informationen oder Tipps benötigst, melde dich einfach bei mir unter: albert.wolf@ems.de

Vielleicht sieht man sich ja in Indonesien!

Wer hat's geschrieben?

Albert Wolf

Albert Wolf studiert an der European Management School in Mainz General Management. Sein viertes Semester verbringt Albert in Jakarta, Indonesien und berichtet über seine spannenden Erfahrungen.

Kommentare

Julia
19-10-2018 16:46

Toller Bericht! Sehr spannend in einem Land wie Indonesien zu studieren! Respekt

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