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Einblick in das Wissensmanagement

  -   26. März 2014
Quelle: jarmoluk/pixabay.com

Mit der zunehmenden Bedeutung des ‚Faktors Mensch’ als Wissensträger im Unternehmen, wurde schon Mitte der 80er Jahre damit begonnen, das der Unternehmung zur Verfügung stehende Wissen zu strukturieren. Wirtschaftswissenschaftler stellten die These auf, dass durch fehlende Strukturierung nur auf etwa 20% bis 30% des eigentlich verfügbaren Wissens zurückgegriffen wird. Hierin sah man ein beachtenswertes Potential zur Steigerung der Produktivität, woraus sich das Wissensmanagement entwickelte.

Heutzutage beschäftigt sich das Wissensmanagement nicht nur mit der besseren Nutzung von bereits vorhandenem Wissen, sondern es verfolgt noch eine Reihe anderer Aufgaben, die zum Erfolg einer Organisation beitragen können.

Aufgabe und Ziel des Wissensmanagements

Die Prozesse einer Organisation nehmen von Zeit zu Zeit an Komplexität zu. Dabei ist zu beobachten, dass die Unternehmen immer stärker in Netzwerken agieren und Wissen an verschiedenen Orten, über Abteilungs-, Standort-, und Zeitgrenzen hinaus verteilen müssen. Neben der Verteilung des Wissens spielt hier auch die Verfügbarkeit dessen eine wichtige Rolle. Abgesehen von der Disposition des Wissens obliegt es auch dem Wissensmanagement den Mitarbeitern Wissen just-in-time zur Verfügung zu stellen. Um den Mitarbeitern Wissen zur Verfügung zu stellen, muss dieses jedoch zunächst erkannt, lokalisiert, strukturiert und dokumentiert werden. Einer Studie zufolge bringen Mitarbeiter nur ca. 20-42% ihres Wissens in das Unternehmen ein. Das Wissensmanagement hat zur Beseitigung dieses Problems die Aufgabe, das implizit vorhandene Wissen in explizierter Form zu dokumentieren.

Dabei besteht die Obliegenheit des Unternehmens, seinen Mitarbeitern in den Prozess des Wissensmanagements mit einzubeziehen um das Wissen jedes einzelnen Mitarbeiters erfassen zu können. Mitarbeiter müssen dafür sensibilisiert werden, ihr gesamtes Wissen der Unternehmung zur Verfügung zu stellen. Ziel des Wissensmanagements ist es demzufolge vorhandenes Wissen transparent zu machen. Viele Unternehmen „wissen nicht, was sie wissen“. Das Wissensmanagement verfolgt hier den Plan Wissen in Nutzen zu transformieren um Innovationen zu entwickeln, die Wettbewerbsfähigkeit auszubauen und einen Wissensvorsprung zu erlangen. Wie wichtig besonders das Ziel der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit ist, möchte ich im nächsten Punkt kurz erläutern.

Wissensmanagement als wichtige Ressource

Das Wissensmanagement stellt eine immer wichtigere Quelle für Unternehmen dar. Ein Indikator hierfür ist, dass das Wissen, welches die Organisation aus dem Wissensmanagement gewinnt, eine immer größere Bedeutung bekommt. Deutlich wird dies, wenn man sich die überarbeiteten Produktionsfaktoren eines Unternehmens ansieht. Zu den bereits modifizierten vier Produktionsfaktoren, Arbeit, Werkstoffe, Betriebsstoffe und Informationen, lässt sich der Faktor Wissen ergänzen. Dieses wird benötigt, um die voran genannten Faktoren im Leistungserstellungsprozess zu koordinieren und vorliegende Informationen zu vernetzen.

Neben der Tatsache, dass Wissen den Produktionsfaktoren zugeordnet werden kann, ist zu erwähnen, dass Wissen auch als wichtiger Wettbewerbsfaktor gilt. Damit ein Unternehmen auf dem Markt Erfolg hat, braucht es eine erfolgsträchtige Strategie. In der Wirtschaft ergibt sich diese Strategie oft, durch eine Ungleichverteilung von Informationen und Wissen. Aus dieser Ungleichverteilung entsteht für einige wenige Unternehmen ein Wettbewerbsvorteil, da neue Prozesse durch einen Wissensvorsprung, vor der Konkurrenz umgesetzt werden können. Durch das Wissensmanagement sollen diese Vorteile erreicht werden. Es genügt demnach nicht, das Unternehmen einmal durch Prozesse des Wissensmanagement auf einen aktuellen Stand zu bringen. Vielmehr muss die Organisation bestrebt sein, ununterbrochen neue relevante Wissensunterschiede aufzudecken und daraus einen Vorteil zu erwirtschaften.

Das Wissensmanagement stellt somit eine wichtige Ressource für das Unternehmen dar, welche prozessübergreifend und auf Dauer implementiert werden sollte. Ob sich diese Quelle auch für Kleinunternehmen lohnt, werde ich in einem weiteren Artikel klären.

Wer hat's geschrieben?

Björn Rolleter

Nach seiner Ausbildung zum Industriekaufmann begann Björn ein Studium in General Management. Durch dieses interessiert er sich besonders für wirtschaftliche Themen und bloggt darüber hinaus auch zu verschiedenen Fragestellungen rund ums Studium.

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