Bildungsfonds, Studienkredit, Stipendium

  -   25. Juni 2019

Studienfinanzierung individuell gestalten und realisieren

Mit der Entscheidung für ein Studium beginnt ein neuer, spannender Lebensabschnitt, der neben der Wahl des passenden Studiengangs auch zahlreiche weitere Entscheidungen und To-Dos mit sich bringt. Für viele angehende Studierende spielt dabei vor allem der Aspekt der Studienfinanzierung eine ausschlaggebende Rolle. Denn neben den Lebenshaltungskosten stellen bei einem Studium an einer privaten Hochschule auch die Studiengebühren einen wesentlichen Anteil des zu kalkulierenden Budgets dar. Dass jedoch trotzdem die Entscheidung für ein privates Studium nicht an der Frage der Finanzierung scheitern muss, berichtet EMS Studentin Carina Schulte aus ihren eigenen Erfahrungen.

 

Carina, du hast dich vor drei Jahren für ein Studium an der European Management School (EMS) entschieden. Warum hast du dich dazu entschieden, privat zu studieren?

LY 3226

„Ich habe damals gerade meinen Abschluss als Bankkauffrau gemacht und wusste daher, dass ich gerne im Bereich der BWL studieren möchte. Mir war es wichtig, auf Englisch zu studieren und auch ein Auslandssemester zu integrieren. In meiner Recherche-Zeit habe ich dann relativ schnell gemerkt, dass eine Privathochschule neben diesem Angebot auch noch viele weitere Vorteile bietet. Die persönliche Betreuung wurde in dem Zusammenhang zu einem sehr wichtigen Aspekt. In den öffentlichen Unis sind die Vorlesungsräume häufig total überfüllt mit Studierenden, welche sich teilweise gar nicht sicher sind, was sie machen möchten und deswegen ‚einfach mal BWL studieren‘. Ich kannte meine Stärken und Interessengebiete und habe gehofft, an der EMS Kommilitonen mit dem gleichen Mindset zu finden.“

Ein Studium ist generell mit Kosten verbunden. Bei einem Studium an einer privaten Hochschule kommen zu den Lebenshaltungskosten auch noch die Studiengebühren. Nicht selten ist dies ein Aspekt, der in der Entscheidung für oder gegen ein privates Studium eine wesentliche Rolle spielt. Du hast dein Studium eigenständig – ohne „Sponsoren“ im Hintergrund und ohne Stipendium – finanziert. Wie hast du das bewerkstelligt?

„Ich muss jedes Mal schmunzeln, wenn ich darüber spreche, weil ich diese Bedenken ganz genau nachvollziehen kann. Mein Vater hat mich damals nämlich auch mit großen Augen angeschaut und mich gefragt, wie ich mir das vorstelle, als ich ihm mitgeteilt habe, dass ich gerne privat studieren würde. Allerdings muss ich sagen, dass es ja heutzutage wirklich gute Möglichkeiten gibt, um das Ganze auch ohne die Eltern zu finanzieren. Ich muss zugeben, dass ich – was meine Miete angeht – noch von meinen Eltern unterstützt werde und ich damit quasi nur für die Studiengebühren und die restlichen Lebenshaltungskosten aufkomme. Ich habe mich damals für den Studienkredit der KfW entschieden, welcher den Großteil meiner Studiengebühren abdeckt. Für alle weiteren Ausgaben habe ich dann während meines Studiums durchgängig als Werkstudentin gearbeitet.“

Die Aufnahme eines Kredites ist eine Möglichkeit der Studienfinanzierung. Du hast dich außerdem auch über den EMS Bildungsfonds informiert. Welche Kriterien waren für dich bei der Wahl der Finanzierungsmöglichkeiten wichtig?

„Also erstmal vorweg, der Bildungsfonds ist eine wirklich gute Alternative und bringt einem eine unheimliche Flexibilität, welche ich gerade jetzt zum Ende meines Studiums doch deutlich attraktiver gefunden hätte. Bei dem Fonds muss man während des Studiums nichts bezahlen und bekommt auch generell nicht viel von der Finanzierung mit, da das Ganze über das Unternehmen BrainCapital läuft. Auch nach dem Studium muss man sich keine Gedanken machen, weil man wirklich erst dann zur Zahlung verpflichtet ist, sobald man einen Mindestbetrag verdient. Heißt im Grunde genommen – wenn ich keinen Job finde oder erst noch eine Zeit lang ins Ausland gehen möchte, muss ich auch nicht zahlen. Das ist bei dem Studienkredit anders. In meinem Fall habe ich genau 1 Jahr Zeit – das ist die sogenannte Karenzphase – um einen Job zu finden, denn danach muss ich anfangen den Kredit zurückzuzahlen. Auch während des Studiums habe ich außerdem schon ein paar leichte Einschränkungen gemerkt. Dadurch, dass die Zinsen bereits von dem Betrag, der mir ausgezahlt wird, abgezogen werden, habe ich jetzt um die 100 EUR im Monat weniger zur Verfügung als noch am Anfang. Der entscheidende Unterschied war für mich damals aber die Tatsache, dass der Bildungsfonds eine prozentuale Rückzahlung über 10 Jahre vorsieht. Dadurch zahlt man voraussichtlich deutlich mehr als bei dem Studienkredit. Der Betrag ist gedeckelt, aber für mich war es einfach interessanter, flexibel zu tilgen und damit auch die Rückzahlung vorzeitig abschließen zu können.“

Du bist ein gutes Beispiel dafür, dass ein Studium an einer privaten Hochschule nicht zwangsläufig an der Frage der Finanzierung scheitern muss. Welchen Tipp kannst du denjenigen geben, die sich mit dem Thema der Studienfinanzierung auseinandersetzen?

„Ich habe mich dazu entschieden, nur eine Finanzierungsvariante zu wählen. Allerdings kann ich jedem angehenden Studierenden empfehlen, sich einen Mix aus den verschiedenen Möglichkeiten zusammenzustellen. Man sollte auf jeden Fall versuchen, BAföG zu beantragen oder vielleicht sogar einen Stipendienplatz zu ergattern, und dann darauf aufbauend entweder den Bildungsfonds oder einen Studienkredit nutzen. Aber hierbei sei auch gesagt, dass man diese beiden Möglichkeiten auch gut miteinander kombinieren kann, da man in beiden Fällen die Höhe der Beträge (bis zu einem gewissen Maß) frei wählen kann. Wenn man dann dazu noch arbeitet, hat man quasi wirklich die Möglichkeit, das Ganze auch vollkommen ohne die Eltern zu tragen. Ich bin sehr dankbar, dass ich in der Hinsicht noch nicht ganz alleine dastehen musste, aber ich denke, es ist wichtig zu wissen, dass alles möglich ist, wenn man es wirklich möchte.“

Danke, Carina, für die Offenheit, mit der du unsere Fragen beantwortet hast!

Das Beispiel von Carina macht deutlich, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, ein Studium zu finanzieren. Oft bietet sich dabei auch eine Kombination aus verschiedenen Modellen an. Neben Studienkrediten und Bildungsfonds stellt auch die Bewerbung um ein Stipendium eine nicht zu unterschätzende Option dar, die von Interessenten jedoch häufig – unberechtigter Weise – gar nicht erst in Betracht gezogen wird. Bedenken, aufgrund von schulischen Leistungen nicht für die Förderung durch ein Stipendium in Frage zu kommen, lassen sich durch Stärken in anderen Bereichen, wie z.B. dem sozialen Engagement, ausgleichen. Und für die Finanzierung von studienintegrierten Auslandssemestern oder -praktika stehen noch einmal zusätzliche Mittel zur Verfügung, wie beispielsweise das ERAMUS+ Programm der Europäischen Union oder Stipendien des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Auch Studierende, die möglicherweise keinen Anspruch auf eine BAföG-Förderung für ein Inlands-Studium haben, können häufig dennoch für eine Unterstützung durch das Auslands-BAföG in Frage kommen.

Wichtig bei allen Entscheidungen ist eine umfassende Information und Beratung, um die individuell am besten geeigneten Finanzierungsmodelle herauszufinden und optimal zu kombinieren. Bei Fragen und zur persönlichen Beratung stehen die Studienberater/innen der EMS unter study@ems.de oder unter 06131 88 0 55 31 gerne zur Verfügung.

Wer hat's geschrieben?

Alexa Pfeiffer

Alexa Pfeiffer arbeitet als Studien- und Karriereberaterin an der EMS. Sie weiß Antworten auf viele schlaue Fragen und freut sich immer über spannende Gespräche mit ihren Interviewpartnern/innen. Außerdem ist sie Ansprechpartnerin für das Pflichtpraktikum der EMS Studierenden und vernetzt diese gerne mit interessanten Unternehmenspartnern.

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