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Lidl lohnt sich & Aldi ist einfach mehr?

Karriere, News   -  21. Februar 2018

Beim EMS Career Talk traten die beiden Discounter-Schwergewichte gemeinsam in den Ring

Mainz, 21.02.2018 – „Wir werden heute Abend nicht in den Kampf gegeneinander treten, sondern Ihnen gemeinsam die spannende Welt des Handels als potentiellen Karriereeinstieg vorstellen“, stieg Jürgen Giehlen, Prokurist und Leiter Einkauf bei der ALDI  GmbH & Co. KG Bingen in den Career Talk am 21.02. in der EMS ein. In der anschließenden Präsentation seines Unternehmens gab er den Studierenden zunächst einen kurzen Überblick über die Entwicklung des Discounters vom Krämerladen zur Supermarktkette, die in 2013 bereits ihr einhundertjähriges Jubiläum feierte.

Neben der Trennung des Unternehmens entlang des sogenannten „ALDI Äquators“ in eine Nord- und eine Süd-Gesellschaft nannte Giehlen als Meilensteine beispielsweise die Einführung von Tiefkühlkost, Bio- Produkten oder des Backautomaten. Aber auch dem Zeitgeist sowie den „soften Belangen der Kunden“ geschuldete Änderungen wie eine moderne Architektur und Ausstattung der Läden, die Nähe zum Verbraucher und ein am täglichen Bedarf orientiertes Angebot wurden im Lauf der Jahre vorgenommen. Hinzu kamen neben der Erweiterung der Eigenmarken zahlreiche starke Herstellermarken sowie Produkte, die aktuellen Lifestyle-Trends (Fairtrade, lactosefrei, glutenfrei, vegan) gerecht werden.  Außerdem ist der Discounter mittlerweile auch international in Europa, den USA, Australien und China vertreten.

In Deutschland gliedert sich der ALDI SÜD Konzern in 30 Regionalgesellschaften auf, die jeweils wirtschaftlich und rechtlich unabhängig agieren und insgesamt 43.400 Mitarbeiter beschäftigen. Eine Regionalgesellschaft wiederum betreut im Schnitt ca. 60 Filialen. Verkaufsleiter Christian Landau stellte den EMS Studierenden die Möglichkeiten des Einstiegs bei ALDI SÜD vor. Landau, der selbst nach dem Masterprogramm als Trainee und Regionalverkaufsleiter begann, unterstrich die Chance, unmittelbar nach dem Studium auf Führungsebene mit Verantwortung für mehrere Filialen im Konzern einzusteigen, inklusive attraktivem Jahresgehalt, Dienstwagen und zahlreichen Weiterbildungsmöglichkeiten über die eigene ALDI SÜD Akademie.

Auf eine ähnliche Karriere kann auch Lidl Geschäftsführer Benny Klein zurückblicken. Nach dualem Studium sowie Verkaufs- und Vertriebsleiterpositionen ist er mit Mitte dreißig nun bereits seit zwei Jahren als Geschäftsführer in der Lidl-Zentrale tätig. Auch der Lidl-Konzern gliedert sich deutschlandweit in 39 Regionalgesellschaften mit ca. 77 Filialen, 12 Verkaufsleitern und 1.600 Mitarbeitern (bezogen auf die Regionalgesellschaft Rheinland Pfalz/Hessen).

Lidl Personal- und Verwaltungsleiter Christian Lamneck präsentierte den Studierenden die Einstiegsoptionen im Lidl-Konzern. Eine perfekte „Kennenlernphase“ stelle insbesondere ein Praktikum, eine Werkstudententätigkeit oder die Kooperation im Rahmen einer Abschlussarbeit in der Zentrale in Neckarsulm oder in einer der Regionalgesellschaften dar. Studienabsolventen hätten die Möglichkeit, deutschlandweit in einer der Regionalgesellschaften auf Führungsebene (als Verkaufsleiter, im Bereich Logistik, Immobilien oder als Portfoliomanager) einzusteigen oder direkt in der Zentrale als Junior-Consultant bzw. über ein Trainee-Programm.

Marcel Hilbrich, der selbst als Verkaufsleiter seine Karriere im Konzern begann, betonte die Kommunikationsfähigkeit, Souveränität und Begeisterungsfähigkeit, die Bewerber idealerweise mitbringen sollten. Denn, „man ist von Anfang an Unternehmer im Unternehmen“ und werde nach einem umfassenden Einarbeitungsprogramm u.a. an der Fähigkeit gemessen, die eigenen Mitarbeiter zu führen und im Wettbewerbsumfeld zu bestehen.

In der anschließenden Fragerunde interessierte die Studierenden neben konkreten Einstiegsmöglichkeiten für EMS Masterabsolventen u.a. auch das internationale Vertriebskonzept der beiden Discounter; seien doch auch andere Discounter schon bei der internationalen Implementierung nationaler Konzepte gescheitert.

Sowohl Lidl Geschäftsführer Klein als auch ALDI SÜD Verkaufsleiter Landau konnten dies aus eigener Erfahrung bestätigen. Während Lidl bei der Einführung der Kette in Norwegen gescheitert sei, habe sich ALDI SÜD beispielsweise nach zwei Jahren wieder aus Griechenland zurückgezogen. Beide betonten, dass eine 1:1 Einführung der nationalen Philosophie, Struktur und Produktpalette nicht überall umsetzbar sei; man müsse sich immer an den regionalen Gegebenheiten orientieren, beziehe beispielsweise 95% der angebotenen Produkte auch vor Ort und orientiere sich am jeweils vorherrschenden Wettbewerb.

Auf die Frage, ob die beiden Discounter sich gegenseitig die Kunden abwerben würden, bestätigte Lidl-Personal-und Verwaltungsleiter Lamneck, dass man insbesondere bei der Preisbildung um jeden Cent feilsche und natürlich auch um jeden einzelnen Kunden hart kämpfe. Der Preis sei hierbei jedoch nicht mehr der allein entscheidende Faktor, sondern mehr die Sauberkeit, Frische, Warenverfügbarkeit und vor allem die Freundlichkeit in den Filialen; sei doch insbesondere der Lebensmittelmarkt in Deutschland einer der am härtesten umkämpften Märkte. So binde man Kunden letztendlich nicht nur über den Preis, sondern auch über Emotionen und das Einkaufserlebnis. ALDI Einkaufsleiter Giehlen stellte außerdem die Heterogenität des Kunden heraus, der heutzutage „überall“ einkaufe und sich nicht mehr an einen Anbieter binden ließe. So hätten die Discounter auch mit der Abwanderung der Kunden zu Markenartiklern wie Rewe oder EDEKA zu kämpfen, die mittlerweile ebenfalls Eigenmarken einführten.

Beide Unternehmen stimmten außerdem darin überein, dass man sich zunehmend mit dem Thema des Online-Handels – z.B. im Blick auf Amazon fresh – auseinandersetzen müsse, auch wenn dieser den stationären Handel nie ganz ersetzen werde. Lamneck bestätigte, dass Lidl-Online sehr gute Umsätze erziele, wohingegen Landau aus ALDI Sicht den Online-Vertrieb eher als Trend beurteilte, da die Kunden nach wie vor Wert darauf legten, Produkte vor dem Kauf auch „fühlen und riechen“ zu können.

Abschließend interessierte die Studierenden mit Blick auf die langjährige Konzernzugehörigkeit aller anwesenden Unternehmensvertreter Möglichkeiten, nach einem Traineeship in einem der Discounter auch in einem anderen Unternehmen tätig zu werden. Klein betonte daraufhin, dass es insbesondere im Handel entscheidend sei, generalistisch aufgestellt zu sein und in der Ausbildung sämtliche Bereiche wie Vertrieb, Logistik und Personal sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene kennenzulernen. Im dynamischen Umfeld des Handels komme es darauf an, Flexibilität mitzubringen und sich auf Veränderungen einstellen zu können. Dennoch sei natürlich der Spaß am Job sowie die Begeisterung für  und die langfristige Bindung an das Unternehmen das Ziel.

Auch Landau konnte aus eigener Erfahrung bestätigen, dass man gerade im Handel keine eingefahrenen Strukturen vorfinde, sondern dass im Gegenteil die frühe Übernahme von Führungsverantwortung bereits beim Einstieg in das Unternehmen einen entscheidenden Gewinn an Lebenserfahrung mit sich bringe, die natürlich auch in anderen Branchen gefragt sei.

Beim anschließenden Small Talk nutzten viele Studierende die Gelegenheit, sich noch persönlich mit den Unternehmensvertretern über Praktika bzw. den Direkteinstieg auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.

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