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Leitzins, Brexit, Bitcoin – EU-Finanzpolitik live

Karriere   -  12. April 2018

EMS Studierende besuchen die EZB in Frankfurt

Wie lange bleibt der Leitzins noch auf Rekordtief? Welche Auswirkungen hat der Brexit auf die Währungspolitik? Welche Bedeutung haben Kryptowährungen? Und gibt es an der Europäischen Zentralbank (EZB) eine Unternehmenskultur? Dies sind nur einige der Fragen, die den Studierenden der European Management School (EMS) beim Besuch der EZB in Frankfurt am 12. April unter den Nägeln brannten. Fragen, mit denen sich Dr. Miles Parker, Principal Economist of the Counsel of the Executive Board und Redenschreiber der EZB, täglich auseinandersetzt.

Doch bevor die Studierenden ihre Antworten erhielten, gab Parker ihnen in einem der Konferenzräume des im März 2015 eröffneten „neuen“ EZB-Gebäudes in Frankfurt einen Überblick über die Rolle und Funktionen der EZB. Während die meisten Teilnehmer/innen sich bereits in ihrem Studium mit den Hauptaufgaben der Bank – wie z.B. der Festlegung und Ausführung der Geldpolitik für das Euro-Währungsgebiet, der Sicherstellung der Finanzstabilität oder der Bankenaufsicht – beschäftigt hatten, war insbesondere die Darstellung der Rolle der EZB in der Finanzkrise von besonderem Interesse. Parker unterstrich die Vielschichtigkeit der Krise, die sich in eine Schulden-, Banken-, Wachstums- und in eine politische Krise aufgliedere, so dass man zusammengefasst von einer „Vertrauenskrise“ sprechen müsse. Mit einem Blick in den „Werkzeugkoffer“ der EZB konnten die Studierenden schließlich ihr Wissen im Bereich der Finanz- und Volkswirtschaft testen und den Einsatz der unterschiedlichen finanzpolitischen Maßnahmen und Instrumente zur Regulierung der Auswirkungen der Krise unter die Lupe nehmen.

So lag dann auch die Frage nach der Festlegung des Leitzinses auf der Hand und auch wenn Parker sich nicht auf konkrete Zahlen und Daten festnageln ließ, erfuhren die Teilnehmer/innen zumindest, dass mit einer Zinsanhebung voraussichtlich nicht vor Mitte des kommenden Jahres zu rechnen sei. Während Parker vor dem Hintergrund der Krise die Regulierung der Banken eher pessimistisch beurteilte – „Regulations are not enough to prevent new crises; people forget the lessons from crises“ – stand er den zu erwartenden Auswirkungen des Brexit sowie der Bedeutung von Kryptowährungen vergleichsweise zuversichtlich gegenüber. Aktuell gehe er nicht davon aus, dass der Austritt Großbritanniens einen großen Einfluss auf die Finanzpolitik der EU habe. Die größere Herausforderung stellten die damit verbundenen regulatorischen und organisatorischen Aufgaben dar. Auch dass der Bitcoin in naher Zukunft den Euro ablöse, konnte Parker z.B. aufgrund noch fehlender Transaktionssysteme ausschließen.

Er sei durch und durch Europäer, bestätigte der gebürtige Brite zum Abschluss, daher sehe er in der Eurozone in erster Linie nach wie vor große Vorteile, z.B. im Blick auf die Risikoverteilung. Und damit bringe er auch eine der wichtigsten Voraussetzungen mit, um für die EZB zu arbeiten: Man müsse hinter dem europäischen Gedanken stehen, denn das mache auch die Arbeitskultur an der Zentralbank aus – einer Bank, die nicht nur im Großen von den 19 Nationalitäten der Euro-Länder geprägt ist, sondern deren Mitarbeiter auch im beruflichen Alltag mit Menschen vieler unterschiedlicher kultureller und gesellschaftlicher Hintergründe zu tun hätten.

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