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Daten als Rohstoff der Zukunft

Fakultät, News   -  9. Juli 2019

Professor Dr. Mike Schulze zur Relevanz von Business Analytics in Unternehmen

Daten sind der Rohstoff der Zukunft, die effektive Nutzung großer Datenmengen wird zunehmend zum Erfolgsfaktor im globalen wirtschaftlichen Wettbewerb. Zur Sicherung und dem Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit sowie der Erschließung neuer Geschäftsfelder sind Unternehmen auf die Beschaffung, die Analyse und das Management entscheidungsrelevanter Informationen angewiesen.

Die durch die fortschreitende Digitalisierung zur Verfügung stehende Menge an Daten nimmt zu und die Frage nach Möglichkeiten der Aufbereitung und Analyse dieser Daten wird immer drängender. Vor diesem Hintergrund untersucht Professor Dr. Mike Schulze, Professor für Controlling, Rechnungswesen und Finanzmanagement an der EMS, Methoden und Potenziale der Nutzbarmachung der Datenmengen. Als – im Wechsel mit EMS-Leiter Prof. Dr. Uwe-Wilhelm Bloos – verantwortlicher Chefredakteur des Handelsblatt Fachmagazins REthinking Finance hat er in einem Sonderheft der Zeitschrift gemeinsam mit dem Softwarespezialisten und Professor für Rechnungswesen und Controlling, Prof. Dr. Karsten Oehler, das Thema Business Analytics im Finanzbereich im Detail betrachtet.

Prof. Dr. Mike Schulze

„Es geht bei Business Analytics um Datenanalyse unter Nutzung höherwertiger statistischer Verfahren. Datenanalyse wird an sich schon lange betrieben, hat aktuell aber eine besondere Relevanz, da zum heutigen Zeitpunkt die Datenverfügbarkeit viel höher ist als noch vor ein paar Jahren“, so Schulze. „Und uns stehen nicht nur viel mehr Daten als früher zur Verfügung, sondern auch die Kapazität der Rechner zur Verarbeitung und Analyse dieser Daten hat sich erheblich weiterentwickelt. Wir sind heute daher in der Lage, sowohl strukturierte, als auch unstrukturierte Daten – also neben Textinformationen u.a. auch Video- und Audiodaten – miteinander zu kombinieren und die daraus resultierenden Analyseergebnisse dann in die unternehmerische Entscheidungsfindung mit einfließen zu lassen. Hierbei können beispielsweise auch Daten aus sozialen Medien zur Anwendung kommen.“

Mit dem Sonderheft des Fachmagazins möchten die Redakteure anhand von Anwendungsbeispielen und Best Practices einen Beitrag leisten, dass Finanzbereiche in Unternehmen dazu in die Lage versetzt werden, bestehende Prozesse optimieren und das Management bei wichtigen Entscheidungen unterstützen zu können.

„Die Thematik ist für viele Unternehmen höchst relevant. Strukturen müssen angepasst, Mitarbeiter involviert und geschult werden, zusätzliches Fachpersonal eingestellt und unternehmensspezifische Use Cases entwickelt werden. Außerdem bedarf es geeigneter Datenplattformen und auch rechtliche Komponenten – wie beispielsweise das Thema des Datenschutzes – müssen geklärt werden“, erläutert Schulze und freut sich, dass Unternehmen wie die Daimler AG, Deloitte, die DATEV eG oder auch die Universität St. Gallen Einblicke und Erfahrungen weitergeben.

Auch die Studierenden der European Management School (EMS) profitieren von dieser Expertise und befassen sich – nicht nur im Rahmen der neu geschaffenen Studienspezialisierung „Digital Management“ – mit der hochaktuellen Thematik, um optimal auf den Einstieg in die Wirtschaft vorbereitet zu sein.

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